Die interessante Geschichte des Landes Südbaden

Die Geschichte des Landes Südbaden ist eine sehr ereignisreiche Episode. Bis zum 2. Dezember 1946 trug das Land Baden den Namen Südbaden. Südbaden war die Bezeichnung der ehemaligen Republik Baden, welche die südlichen Landesteile umfasste. 1945 wurde Südbaden von den Franzosen besetzt, während Nordbaden von den Amerikanern eingenommen wurde.

Südbaden

Diese wählten die Grenzen von Nordbaden in dergestalt, dass die heutige Bundesautobahn A 8 von München nach Karlsruhe komplett über ihre Besatzungszone führte. 1952 wiederum wurde das gesamte Baden zu einem Teil des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg. Die Geschichte des Landes Südbaden ist aber eigentlich eine eigenständige. Der Name Südbaden wurde von den damaligen Besatzern allerdings strikt abgelehnt und fand deshalb als Bezeichnung für eine Zone bzw. ein Bundesland keine Verwendung mehr. Südbaden ist historisch gewachsen. Der Landstrich hat eine eigene Kultur, eine eigene Sprache und vor allen Dingen eine eigene Geschichte. Politisch gesehen gehörte Südbaden einst zum Großherzogtum Baden. Das Großherzogtum Baden war ein unabhängiger Staat, der von 1806 bis 1918 Bestand hatte. Zu Beginn seines Bestehens gehörte das Großherzogtum Baden den Staaten des Rheinbundes an, danach – am Ende der 70er des 19. Jahrhunderts – trat es dem Deutschen Bund bei. Dieser wiederum ging 1871 in das Deutsche Reich auf.

Geschichte

Die Wurzeln der Geschichte des Landes Südbaden reichen bis in das Mittelalter zurück. Im 12. Jahrhundert regierten die Zähringer über Baden. Die Aufteilung Badens erfolgte in den Jahren 1535 bis 1771. Das hatte zumeist religiöse Gründe. Die Markgrafschaft Baden-Baden blieb katholisch, die Baden-Durlach wählte den evangelischen Glauben. In Baden-Baden entschied sich Markgraf Ludwig-Wilhelm von Baden-Baden für Rastatt als Standort seiner Residenz, Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach ließ ab 1715 Karlsruhe als seinen Amtssitz erbauen. Die Stadt wurde am Reißbrett entworfen und erhielt eine ganz besondere Form, die man heute noch sehen kann. Die Landeshauptstadt Südbadens war und ist Freiburg im Breisgau. Freiburg im Breisgau ist die viertgrößte Stadt Baden-Württembergs. Sie ist die am weitesten südlich gelegene Großstadt Deutschlands. Die Geschichte von Freiburg im Breisgau ist eng mit der Geschichte des Landes Südbaden verbunden. Die ersten menschlichen Ansiedlungen auf der Fläche von Freiburg im Breisgau datieren aus dem Jahre 1008. Die Siedlungen trugen den Namen Wiehre und Herdern.

Zähringer-Herzog Bertold II.

Der Zähringer-Herzog Bertold II. ließ um das Jahr 1091 auf dem Schlossberg das Castrum de Friburch, die heutige Ruine Leupoldsburg, erbauen. Am Fuße des Berges ließen sich Handwerker und Dienstleute nieder. Die Ansiedlung wuchs schnell und bekam 1120 von Konrad, einem Sohn Bertolds, das Stadt- und Marktrecht verliehen. Die reichen Silbervorkommen im nahegelegenen Schwarzwald sorgten bei den Bürgern von Freiburg im Breisgau einen gewissen Wohlstand. Aus diesen Silbervorkommen finanzierte Bertold V. ebenfalls den Bau des heutigen Münsters. Dafür musste die Stadtkirche weichen, welche zu klein war. Die Machthaber wechselten in Freiburg im Breisgau und damit in Südbaden sehr häufig. Durch die Nähe zu Frankreich waren Übergriffe der Franzosen nicht selten. Besonders in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts herrschte diesbezüglich ein munteres Treiben. Kurz davor, nämlich im Jahre 1632, wurde Freiburg im Breisgau gar von den Schweden besetzt. 1644 wurde Freiburg wieder von der kaiserlich-bayrischen Armee vereint.

Foto: maraphoto-Fotolia

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