Es gibt viele bekannte Sehenswürdigkeiten in Baden-Württemberg
Die Sehenswürdigkeiten in Baden-Württemberg weisen eine große Vielfalt auf und sind über das ganze Land verteilt. Besonders geschichtlich hat Baden-Württemberg einiges im Programm. Mehrere Funde von Skeletten von Urmenschen beweisen, dass Baden-Württemberg bereits vor etwa einer halben Million Jahren besiedelt wurde.
Homo heidelbergensis
Somit beginnen wir mit der Aufzählung der Sehenswürdigkeiten in Baden-Württemberg beim Homo heidelbergensis, zu Deutsch Heidelbergmensch. Der Fundort des Homo heidelbergensis liegt in Mauer, einer Gemeinde in der Nähe von Heidelberg. Der Leimener Tagelöhner Daniel Hartmann ist der Entdecker dieses Fossils. Er grub beim Sandschaufeln am 21. Oktober 1907 den gut erhaltenen Schädel eines Homo heidelbergensis aus. 1908 wurde der Schädel von Otto Schoetensack eingehend untersucht, wissenschaftlich beschrieben und mit dem Namen Homo heidelbergensis belegt. Weitere Fundorte derartiger Fossilien in Baden-Württemberg befinden sich in Steinheim an der Murr und in Reilingen. Demzufolge kommt man in diesen Orten, was die Besiedlung Baden-Württembergs betrifft, durch diverse Museen, Ausgrabungsorte und Ähnlichem voll auf seine Kosten.
Siedlungen
In Baden-Württemberg trifft man überall auf die Spuren menschlicher Besiedlung lange vor unserer Zeitrechnung. Die Kelten hatten ebenfalls Gefallen an diesem Landstrich gefunden und unterhielten zahlreiche Siedlungen. Von ihnen sind das heute zu besichtigende Grab des Keltenfürsten von Hochdorf und diverse hallstattliche Siedlungen erhalten geblieben und teilweise für Besucher freigegeben.
Residenz der Kurfürsten
Im Mittelalter begann das Zeitalter der Burgen und Schlösser. Eine sehr große Anzahl solcher Bauwerke zählen zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Baden-Württemberg. Den größten Bekanntheitsgrad dürfte das Heidelberger Schloss besitzen. Es ist das Wahrzeichen Heidelbergs und die berühmteste Ruine Deutschlands. Wann das Heidelberger Schloss gebaut wurde, ist nicht eindeutig. Sicher ist, dass eine Burg erstmalig im Jahre 1225 erwähnt wird. Vermutet wird allerdings, dass die Burg 1214 von den Herzögen von Bayern errichtet wurde. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Heidelberger Schloss zerstört. Bis dahin war es die Residenz der Kurfürsten der Pfalz. Eine teilweise Restaurierung wurde in den Jahren 1689 und 1693 durchgeführt. Neben der Besichtung der Ruine können sich Touristen jedes Jahr die Schlossbeleuchtung mit einem spektakulären Feuerwerk und die Schlossfestspiele ansehen.
Landesmuseum
Als eine der Sehenswürdigkeiten in Baden-Württemberg muss auch die Stadt Karlsruhe genannt werden. Die Stadt entstand nicht aus der Geschichte heraus, sondern wurde bewusst geplant und errichtet. Der Markgraf Karl-Wilhelm ist Gründer von Karlsruhe. Er träumte von einer Stadt, in deren Zentrum ein Schloss steht und von diesem sollten sich die Straßen wie Sonnenstrahlen in alle Himmelsrichtungen ausbreiten. Er ließ für die Stadt einen Bauplan zeichnen und am 17. Juni 1715 erfolgte mit der Grundsteinlegung für das Karlsruher Schloss die Gründung dieser Stadt. Bis 1918 wurde das Karlsruher Schloss als Residenzschloss der Markgrafen und Großherzöge von Baden genutzt. Heute befindet sich das badische Landesmuseum darin sowie ein Teil des Bundesverfassungsgerichts. Karlsruhe hat eine Reihe weiterer Schlösser zu bieten, die im Rahmen eines Aufenthaltes in Karlsruhe nicht vergessen werden sollten.
Blumeninsel Mainau
Die Blumeninsel Mainau ist die Attraktion der Bodenseeregion. Hauptsächlich wird sie wegen ihrer unglaublich vielfältigen Flora besucht. Hier gedeihen dank des milden Klimas Palmen und mediterrane Pflanzen prächtig. Außerdem gibt es ein Schloss und das weltberühmte Schmetterlingshaus mit über 80 Schmetterlingsarten der ganzen Welt zu besichtigen.
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